Die Rundfahrt ist etwa 20 Kilometer lang, führt über fahrradfreundliche Wege und ist in ca. 2 Stunden leicht zu bewältigen. Die 20 Stationen geben Einblicke in die Entwicklung der Sürenheide, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Ortsteil der Stadt Verl mit etwa 4.500 Einwohnern entwickelt hat.
Die Sürenheide („saure Heide“) war bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein nahezu unbesiedeltes Heidegebiet, das von den umliegenden Bauernhöfen extensiv genutzt wurde als Viehweide und zur Gewinnung von Brennholz und Heideplaggen. Nach der Aufteilung und Privatisierung der 1342 Morgen großen „Gemeinheit Sürenheide“ im Jahre 1828 begann eine neue Landschaftsentwicklung. Das unfruchtbare Heideland wurde kultiviert oder aufgeforstet, es entstanden viele kleinbäuerliche Betriebe, sogenannte Rentengüter. Mit dem Bau der Reichsautobahn 1935/38 veränderte sich das Landschaftsbild grundlegend. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden auf den kargen Sandböden der Sürenheide Wohnsiedlungen, Heimatvertriebene bauten sich hier eine neue Heimat auf. Nach der kommunalen Neugliederung von 1970 wurde die Sürenheide städtebaulich ausgebaut zu einem Unterzentrum in der Stadt Verl.