Der Haxtergrund ist ein typisches Tal in der Paderborner Hochfläche, die aus Kalkstein besteht, der sich vor etwa 100 Millionen Jahren während der Kreidezeit auf dem damaligen Meeresboden abgelagert hat.
Die Paderborner Hochfläche ist eine sogenannte Karstlandschaft. In solchen Gebieten versickern Bäche oft im porösen Kalkgestein. Auch der Ellerbach verschwindet im Haxtergrund in sogenannten „Bachschwinden“ im Untergrund.
Deshalb ist der Haxtergrund die meiste Zeit des Jahres ein trockenes Tal. Nach starken Regenfällen können diese Trockentäler jedoch plötzlich von reißenden Fluten durchströmt werden.
Der Ellerbach hat sich im Haxtergrund über 50 Meter tief in die Paderborner Hochfläche eingeschnitten und dabei ein steilwandiges, kastenförmiges Tal geschaffen. Die besondere Form des Tals, mit einem steilen Hang im Süden und einem flacheren Hang im Norden, zeigt den Einfluss des eiszeitlichen Dauerfrostklimas. Während der Eiszeit taute der Boden auf der sonnigen Nordseite auf und rutschte ins Tal, wo er vom Ellerbach weggespült wurde. Der südliche Hang hingegen blieb gefroren und behielt dadurch seine steilere Form.